Innerhalb der digitalen Revolution im privaten Raum, erkenntlich durch die Erweiterung von analogen Bilderrahmen durch einen digitalen Bilderrahmen, ist anzunehmen, dass der öffentliche Raum zeitnah die analoge Plakatierung mit digitale Plakaten erweitern wird.
 
In meiner Bachelorarbeit setze ich mich mit der digitalen Erweiterung des analogen Plakates auseinander. Was sind die Vorteile, die Grundsätze der gestalterischen Auseinandersetzung, was sind Abgrenzungen zwischen Video und analogen Plakaten und wie könnte ein „digitales Plakat“ aussehen?
Für meine Bachelorarbeit habe ich mich mit drei großen Themengebieten befasst
analoge Plakate - Bewegtbild im Film - digitale Außenwerbung
Die Vermittlung von Botschaften oder Informationen in einem analogen Plakat erfolgt gezielt auf einmal
(als Ganzes/ punktuelle Informationsvermittlung), was im Gegensatz zu einem Video als zeitliche Abfolge von Bildern funktioniert (lineare Informationsvermittlung). Hier muss man die zwei grundsätzlichen Vermittlungsvarianten der Information, von analogen Plakaten und Film, klar unterscheiden, weil diese mit einem Spannungsbogen verknüpft sind. Analoge Plakate besitzen, durch ihre direkte und unmittelbare Vermittlung von Informationen, keinen Spannungsbogen, wohingegen beim Film die Geschichte durch Spannung und Dramaturgie zu Beginn aufgebaut werden kann.
 
Film oder Video hat immer einen Anfang und ein Ende.
Um die komplette Botschaft vom Empfänger verstehen zu können, muss es von Anfang bis zum Ende betrachtet werden.
Je später der Betrachter (Empfänger) in einen Film einsteigt, desto schwieriger wird es sein, die Information
als Ganzes zu vermitteln und zu verstehen. Der Betrachter (Empfänger) ist gezwungen, die zeitliche Abfolge eines Videos in seiner vollen Länge anzusehen, um die Botschaft klar und deutlich interpretieren zu können.
Ohne den Anfang kann das Ende nicht verstanden werden.
 
Da sich digitale Plakate jedoch im öffentlichen Raum befinden, spielt die Zeit/Dauer des Betrachtens eine wesentliche Rolle
und ist deshalb meist begrenzt. So sollte bei einer Betrachtung des digitalen Plakats die Botschaft oder Information grundsätzlich nicht an Bedingungen eines klassischen Filmes gebunden sein, sondern neue Vermittlungsschemen aufweisen.
Auch wenn eine zeitliche Abfolge in der Bewegung vorhanden ist, sollte die Übermittlung von Informationen bei digitalen Plakaten wie bei einem analogem Plakat eigentlich unmittelbar sein.
Dies ist jedoch durch ein wesentliches Merkmal vom Film geschützt. Dem Spanungsbogen.
Informationsvermittlung grafisch dargestellt
Produktion
Um mir ein Bild von der Erkenntnis zu schaffen, musste ich für diese Arbeit einige digitale Plakate entwickeln. Diese digitalen Plakate dienen der Veranschaulichung und sind meine Werkstücke. In der Produktionsphase war es mir wichtig, die Plakatästhetik in jedem Sinn zu wahren.

**Am Besten in Vollbildmodus anschauen
**For best Preview watch in Fullscreen Mode
 
Field Test on Werkschau Augsburg, University of applied Sciences, 2016
thanks for scrolling :)
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